Kindertherapie

Kindertherapie

Kindertherapie ist ein überaus empfindliches Thema. Kinder reagieren auf bestimmte Fragen oft mit Schweigen, weshalb hier ein vorsichtiges Herantasten erforderlich ist, zumindest in bestimmten Fällen. Die Bereiche, wo eine Kindertherapie sinnvoll ist, sind breit gefächert. Zu den wichtigsten Indikationen zählen Sprachentwicklungsstörungen, Einnässen, Traumata, Migräne/Kopfschmerzen, aggressives Verhalten, hyperaktives Verhalten, Leistungsschwierigkeiten in der Schule, Schulprobleme (Mobbing etc.), Rechen- Lese- und Schreibschwierigkeiten, Selbstwertprobleme, Ängste, Phobien, Ess-Störungen, Anpassungsschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten, familiäre Konflikte, Schüchternheit, motorische Entwicklungsstörungen, Konzentrationsprobleme, leichte Ablenkbarkeit, mangelnde Aufmerksamkeit und noch viele andere.

Die Kindertherapie kann begonnen werden!


Bevor mit einer Kindertherapie begonnen werden kann, ist ein Erstgespräch erforderlich. Im Rahmen des Erstgesprächs wird das Anliegen besprochen. Der Therapeut, bzw. die Therapeutin bespricht das Problem mit den Eltern, und mit dem Kind. Je nach Anliegen kann dieses Gespräch gemeinsam, oder getrennt stattfinden. Es ist wichtig, dass auf die Gefühle des Kindes Rücksicht genommen wird, nur so kann der Zugang hergestellt und Vertrauen aufgebaut werden. Sofern das Kind bereits im Vorfeld in psychotherapeutischer Behandlung war, so ist es ratsam Arztbriefe und Befunde zum Erstgespräch mitzubringen – sofern vorhanden. Auch das gelbe Untersuchungsheft kann mit ersten Hinweisen dienen. Bei Leistungsschwierigkeiten, oder bei Problemen, die die Schule betreffen, kann sich der Blick in die Zeugnisse als lohnend erweisen.

Einzeltherapien und auch Gruppentherapien möglich.

Welche Therapie beim Kind angewandt werden soll, entscheidet sich meist nicht nach dem Erstgespräch, sondern erst nach einer Testdiagnostik. Hierbei werden bestimmte Fähigkeiten, wie z.B. Motorik, Feinmotorik etc. getestet. Auch ein Intelligenztest kann Aufschluss bringen. Bevor die Therapie beginnt, wird ein weiterer Besprechungstermin anberaumt, um die Therapie mit den Eltern zu besprechen. Je nach Diagnose, bzw. Indikation kann neben einer Psychotherapie auch eine medikamentöse Therapie in Erwägung gezogen werden. Das Behandlungsangebot für Kindertherapie ist groß. Neben Einzeltherapien sind auch Gruppentherapien möglich. Auch gilt es zu entscheiden, ob alle, oder bestimmte Familienmitglieder, bzw. Eltern in die Therapie aktiv mit einbezogen werden sollen, bzw. müssen. Eine Therapiedauer kann in der Regel nicht im Vorfeld festgelegt werden. Bei Erwachsenen ist eine festgesetzte Therapiedauer die Norm, bei Kindern und Jugendlichen ist dies jedoch oft nicht vorhersehbar, wie lange die Therapie dauern muss, um Erfolge zu bringen. In regelmäßigen Abständen führen die Therapeuten Gespräche mit den Eltern, um Fortschritte, oder Verschlechterungen erfassen zu können. Eltern sollten auch keine Scheu haben, bestimmte Ereignisse dem Therapeuten/der Therapeutin telefonisch mitzuteilen. Eventuell ist in bestimmten Fällen/Situationen ein zusätzlicher Termin mit den Eltern notwendig. Im Verlauf wird die Kindertherapie immer wieder neu besprochen und gegebenenfalls der aktuellen Situation angepasst.

Foto: © Gelpi – Fotolia.com

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