Sexualtherapie

Sexualtherapie

Gründe, die für eine Sexualtherapie sprechen, gibt es viele. Es gibt unzählige sexuelle Störungen, die zum Nachdenken anregen und von der Notwendigkeit einer Sexualtherapie überzeugen. Die sexuelle Gesundheit trägt nicht unwesentlich dazu bei, sich auch körperlich und seelisch gesund zu fühlen. Diese Tatsache ist sogar wissenschaftlich belegt und von WHO (Weltgesundheitsorganisation) offiziell bestätigt. Eine Sexualtherapie macht vor allem bei Störungen psychologischen Ursprungs Sinn. Liegen den Störungen körperliche, bzw. organische Erkrankungen zu Grunde, so sollten zunächst diese behandelt werden.

Gründe, die für eine Sexualtherapie sprechen:

– Orgasmusstörungen
– Erektionsstörungen (ohne körperliche Ursache!)
– Libidoverlust
– Vaginismus
– Lustlosigkeit auf sexueller Ebene
– vorzeitige Ejakulation

Vor Beginn der Sexualtherapie sind Fragen zu klären


Bevor mit einer Sexualtherapie begonnen werden kann, müssen wichtige Fragen im Vorfeld geklärt werden. Ein ausführliches Gespräch steht hier im Vordergrund. Da hier äußerst intime Details angesprochen werden müssen, ist es sehr wichtig, dass zwischen Therapeut und Klient eine gewisse Sympathie herrscht. Vertrauen ist neben Sympathie ein weiterer wichtiger Aspekt. In das erste, mehrstündige Gespräch sollte nach Möglichkeit auch der Partner, bzw. die Partnerin mit einbezogen werden. Vor allem gilt es zu klären, ob beispielsweise die Lustlosigkeit Partner- oder Situationabhängig ist. Sexualität ist ein wichtiger Faktor in einer Partnerschaft. Es ist wichtig daher zu lernen, seine Wünsche und seine Bedürfnisse offen anzusprechen. Wenn nicht mit Worten, dann mit Gesten. Wer selbst offen zu seinen Wünschen steht und diese auch äußert, öffnet eine Tür zur sexuellen Freiheit und gleichzeitig zu einer erfüllten Beziehung.

Körperliche Ursachen für zu wenig Sex

Sexuelle Störungen können natürlich auch andere Ursachen haben, wie beispielsweise Stress im Job, Sorgen, Trauer, Missbrauch von Drogen, Alkohol, Tabak, körperliche, oder seelische Krankheiten und viele mehr. Es gilt herauszufinden, wo die Ursachen liegen und dann erst kann die Sexualtherapie ihren heilenden Lauf nehmen. Sexualtherapie lässt sich wunderbar mit klassischer Psychotherapie kombinieren. Auch die systemische Paartherapie kann in den Therapieverlauf mit aufgenommen werden, in bestimmten Fällen kann dies sogar notwendig sein. Im Vordergrund steht der Lernprozess, wodurch man lernt, das Sexualleben abwechslungsreicher und entspannter zu gestalten. Oftmals genügt schon ein kleiner Anstoß in diese Richtung. Die Klienten lernen es bei der Therapie, sich ihrer Sexualität bewusst zu werden, diese auch bewusster zu erleben und zu gestalten. Die Wahrnehmung des Partners, resp. der Partnerin wird intensiviert. Wert gelegt wird darauf, das Lustempfinden bewusst wahrzunehmen und darauf zu reagieren. Atemübungen, bestimmte Massagepraktiken, Berührungen, und das Erleben der gemeinsamen Sexualität werden nicht nur am Rande angesprochen. Die Paare bekommen Hausaufgaben. Sie sollen das Angesprochene in ihr Sexualleben einbringen und dadurch neue Erfahrungen sammeln. Bereits Gelerntes soll geübt werden, um die Sexualität zu intensivieren.

Körperliche Ursachen müssen bei Fachärzten geklärt und therapiert werden. Dennoch kann die zusätzliche Sexualtherapie  als wertvoll betrachtet werden. Nicht selten werden auch bestimmte Elemente der traditionellen Chinesischen Medizin in die Therapie eingebracht. Hier können Akupunktur und Ernährungsoptimierung angewandt werden. Eine Sexualtherapie sollte kein Tabu mehr sein. Jeder Mensch, ob Mann, oder Frau hat das Recht auf ein erfülltes Leben. Dies ist nur dann zu erreichen, wenn auch der Sexualität die nötige Aufmerksamkeit geschenkt wird.

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